Der Wintersternenhimmel im Januar 2017

Sternenhimmel Januar 2017
Sternenhimmel Januar 2017

Der Sternenhimmel im Januar bietet viele auffällige Sterne und Sternbilder und viele berühmte astronomische Objekte. Das silbrige Band der Milchstraße erstreckt sich um 22:00 Uhr von Südosten über den Zenit bis in den Nordwesten hinein.

M42 - Orionnebel
M42 – Orionnebel. Ein aktives Sternentstehungsgebiet in etwa 1300 Lichtjahren Entfernung.

Während im Nordwesten der Schwan und die Leier – Relikte des Sommerhimmels – in Horizontnähe ihre Bahn ziehen, steht im Südosten unübersehbar das Wintersechseck am Himmel. Es besteht aus den Sternen Pollux (Zwillinge), Capella (Fuhrmann), Aldebaran (Stier), Rigel (Orion), Sirius (Großer Hund) und Prokyon (Kleiner Hund). Direkt im Zenit steht nun das Sternbild Fuhrmann mit seinem Hauptstern Capella. Es steht inmitten der Wintermilchstraße und ist reich an Sternhaufen und Nebeln. Die bekanntesten sind die Messier-Objekte M36, M37 und M38. Es handelt sich bei diesen 3 Objekten um sogenannte Offene Sternhaufen. Ein weiterer imposanter Sternhaufen ist M35 an der Fußspitze der westlichen Zwillingssternenkette gelegen; in direkter Nachbarschaft zu M37.

Krebsnebel
Krebsnebel (M1) im Sternbild Stier, ein Supernova-Überrest. Entfernung: 6300 Lichtjahre.

Etwas weiter westlich, im Stier gelegen, befindet sich M1, eine Explosionswolke eines auseinandergerissenen Sternes. Sie ist eines der meiststudierten Objekte unserer Milchstraße; denn in ihm befindet sich ein rasend schnell rotierender Neutronenstern, der das Gas des gesamte Areales zum Leuchten anregt.

Während im Westen die Sternbilder des Herbststernhimmels stehen, etwa Pegasus, Andromeda und der Widder, erhebt sich im Osten bereits das 1. Frühlingssternbild über dem Horizont; es es der Löwe mit seinen hellen Hauptsternen Regulus und Denebola.

Planeten

In der Abenddämmerung lässt sich immer noch die Venus im Südwesten beobachten. Durch ihre enorme Helligkeit fälls sie als Abendstern sofort ins Auge. Ebenfalls kurz nach Sonnenuntergang lassen sich noch Mars und Neptun am Südwesthorizont erspähen. Ihre Beobachtung wird jedoch zunhehmend schwieriger, da sie sich ihrer Konjunktionsstellung hinter der Sonne nähern. Uranus ist ebenfalls noch am Abendhimmel in den Fischen aufzufinden.
In der zweiten Nachthälfte betritt dann Riesenplanet Jupiter unübersehbar die Himmelsbühne. Er steht dem Löwen folgend im Sternbild der Jungfrau. Merkur und Saturn hingegen sind keine Beobachtungsobjekte in diesem Januar.

Kometen

Zur Monatsmitte gibt es eine Reihe von  Kometen zu beobachten; vorausgesetzt, man hat ein kleines Fernrohr dabei:
* Im Steinbock, südwestlich der Venus, steht Komet 45P/Honda-Mrkos-Pajdusakova mit einer Helligkeit von etwa 6.12; fast schon freiäugig zu beobachten.
* Nördlich von β Boo befindet sich C/2015 V2 Johnson mit einer Helligkeit von etwa 10.97; er ist ein reines Fernrohrobjekt.
* Mit einer geschätzten Magnitude von 12.3 steht Komet Encke knapp nordwestlich des ‘Fischkopfes’ zwischen den Sternen γ und β Psc.

Sternschnuppen

In den Nachtstunden kann man die Delta-Cancriden beobachten. Sie sind ein relativ schwacher Strom mit etwa 6 Meteoren pro Stunde. In der zweiten Nachthälfte erhellen die Quadrantiden mit Ausstrahlungspunkt im Bärenhüter den Nachthimmel. Sie sind mit 130 Meteoren pro Stunde wesentlich ergiebiger.

Sonne und Mond

Der Sonnenmeridian durchläuft im Januar die Sternbilder Drache, Schwan, Füchschen, Adler und Schütze. Sonnenaufgang ist in unseren Breiten gegen 8:30, Sonnenuntergang um 16:27 Uhr.

Vollmond ist am Donnerstag, den 12. Januar im Sternbild Zwillinge, Neumond am Samstag, den 28. Januar im Sternbild Steinbock.

 

 

 

 

 

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