Endlich! Sternenklar!

Beobachter
Immer ein Erlebnis: Gemeinsames Beobachten am Sternenhimmel

Am letzten Kurstag gab es (nicht nur) eine große Überraschung: Es wurde tatsächlich sternenklar! Obwohl es tagsüber ausgiebig geregnet hatte, schob sich gegen Abend ein großes Wolkenloch aus Frankreich kommend über große Teile Deutschlands. Auch bei uns funkelten die Sterne und ein leichter Wind sorgte dafür, dass die sonst übliche Nebelbildung ausblieb.

Also trafen wir uns am Beobachtungsplatz pünktlich um 19:30 Uhr. Wir starteten mit einer ausgedehnten Sternenführung durch die wichtigsten Sternbilder des Spätsommers, die jetzt noch am Westhimmel gut zu sehen waren; inklusive dem Sommerdreieck bestehend aus den Sternen Deneb im Schwan, Wega in der Leier und Altair im Adler. Auch der Nordhimmel wurde genau unter die Lupe genommen: Der kleine Bär mit Polaris, dem Nordstern, der Große Bär und der Drache. Aber auch die Sternbilder das Spätherbstes wie etwa Pegasus, Andromeda, Perseus, Walfisch, Fuhrmann, Stier wurden gezeigt und noch tief im Osten stehend die ersten Wintersternbilder, zu denen u.a. der Orion und die Zwillinge gehören.

Orionnebel M42
Orionnebel M42

Danach wurden die imposantesten Objekte des Sternenhimmels mit unseren mitgebrachten Ferngläsern und Teleskopen und auch mit freiem Auge unter die Lupe genommen; etwa der Orionnebel im Sternbild Orion, die Plejaden und Hyaden im Stier, Doppel-Doppelstern Mizar in der Deichsel des Großen Wagens und die gerade noch freiäugig sichtbare Andromedagalaxie. Insbesondere bei den Plejaden und der Andromedagalaxie konnten wir das indirekte ‘Stäbchensehen’ sehr gut üben und uns von der Wirkung dieser Sehtaktik bei lichtschwachen Objekten überzeugen.

M45-Plejaden
Offener Sternhaufen M45 – Plejaden – im Sternbild Stier mit vordergründigem Reflexionsnebel

Im Hintergrund sorgten Detlev und Tim für Aufmerksamkeit: Tim hatte seinen Refraktor auf einer stabilen Montierung dabei und knipste Astrofotos vom Herznebel (Tim: extrem rauscharme bei nur ISO 400 und 20 Minuten Belichtungszeit!), während Detlev seine Eieruhr-Nachführung dem staunenden Publikum vorführte.

Andromeda-Galaxie
Andromedanebel – unsere Nachbargalaxie in cs. 2.5 Mio. Lichtjahren Entfernung

Und damit niemand frierend, durstig oder mit knurrendem Magen dastehen sollte, wurde für das leiblich Wohl Punsch (natürlich ‘alloholfrei’) ausgeschenkt und Kekse verteilt – eine voradventliche Kekstüte für jeden Teilnehmer (bis auf Tim, der durfte für seine Freundin eine Extra-Tüte mitnehmen :).

Auch der Kursleiter wurde mit mitgebrachten Leckereien bedacht: Vielen lieben Dank dafür (auch für die Schokoleckerlis, Burkhard!) und wir sehen uns Anfang nächsten Jahres bestimmt wieder: Zu einem neuen Astronomiekurs an der VHS Berkenthin!

 

 

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