Unser erster ‘echter’ VHS-Außentermin

M31
Andromedanabel M31

Am Mittwoch, den 2. Oktober war es endlich so weit. Kein Mond, keine Wolken. So traf sich der harte Kern des VHS-Kurses am Beobachtungsstandort am Radwanderweg bei Sierksrade ein, um mit den mitgebrachten Fernrohren gemeinsam zu beobachten.

Eine Plackerei…

Allerdings mussten wir unser Equipment etwa 100 Meter zu Fuß schleppen, da der Radweg für PKWs abgesperrt war. Aber wir wurden schließlich mit einem  unverbauten Südblick belohnt. Das Aufstellen der Teleskope war jedoch recht mühsam, da die einbrechende Dunkelheit um 20:00 viel Fingerspitzengefühl erforderlich machte. Allerdings war es nicht stockdunkel, da Licht von einem Parkplatz direkt zu uns hinüber strahlte – ein Graus für den gestandenen Amateur-Astronomen, aber ein Glück für uns als Anfänger, da wir nicht komplett im Dunkeln aufbauen mussten. Ich selbst hatte meinen Celestron-Reflektor dabei und konnte ihn für die visuelle Beobachtung recht zügig einjustieren.

Die Himmelstour

Zunächst orientierten wir uns an den markantesten Sternkonstellationen: Dem direkt über uns befindlichen Sommerdreieck und das am Osten aufsteigende Herbstviereck – das Pegasusquadrat. So hangelten wir uns von Sternbild zu Sternbild: Angefangen vom Perseus im Nordosten, über die Cassiopeia, der Andromeda, Pegasus bis zum Wassermann im Südosten. Im Westen konnten wir noch den Herkules und die Nördliche Krone ausmachen.

Dann haben wir uns unsere Paradeobjekte vorgenommen. Wir begannen mit dem Andromeda-Nebel (unserer Nachbar-Galaxie). Sowohl mit den Fernrohen als auch mit den Feldstechern konnten die Teilnehmer dieses neblige Objekt gut ausmachen – obwohl die Lichtverschmutzung vom Parkplatz uns immer mehr zu schaffen machte. Nicht fehlen am unseren ersten ‘richtigen’ Beobachtungsabend durften natürlich Albireo, der Doppelstern im Schwan, der Herkuleshaufen M13 und der Ringnebel in der Leier. Auch die im Osten aufsteigenden Plejaden konnten wir mit unseren Fernrohren und Feldstechern beobachten.

Auch den Uranus konnten wir im Celestron-Reflektor als bläulich-grünes Scheibchen einfangen. Für unsere Feldstecher-Fraktion war er allerdings nicht auszumachen.

Abbau

Obwohl nur bis 21:00 geplant hielten fast alle Teilnehmer bis 22:00 aus, da es für diese Jahreszeit noch nicht sonderlich kalt war – eher schweißtreibend, da die Ausrüstung auch wieder zu den Autos zurückgeschleppt werden musste…

 

 

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