Tracking-freie Webseite: Speichert keine Tracking-Cookies auf Ihrem Computer!

Für Euch von den Stecknitz-Astronomen vom Himmel gepflückt!

Copyright: Falls keine Namensnennung angegeben: (c) Frank Szemkus, andernfalls (c) s. Text.

Die ersten Wintersternbilder erreichen bereits in der ersten Nachthälfte gut beobachtbare Himmelspositionen. Zu Ihnen gehört z.B. der Stier; welches mit seiner V-förmigen Sternenanordnung, dem ‚Gesicht‘ des Stieres, und seinem roten Auge, dem Hauptstern Aldebaran, zum Sternensightseeing einlädt. Hier gibt es u.a. auch die Hyaden, die Plejaden und eine besondere kosmische Rarität zu bestaunen!

Das Siebengestirn

Das Siebengestirn (auch Plejaden oder einfach M45) ist ein mit dem bloßem Auge sichtbarer offener Sternhaufen im Sternbild Stier. Während mit dem freien Auge etwa 6-8 Sterne sichtbar sind, zeigen sich im Fernrohr mehrere Dutzend bläulich strahlender Sterne. In Langzeitbelichtungen astrofotografischer Fotos erkennt man zusätzlich noch bläulich strahlende, fein strukturierte Nebelgebiete. Diese Reflexionsnebel sind der Merope- und der Maianebel. Die Entfernung beträgt ca. 450 Lichtjahre.

M45-Plejaden
Offener Sternhaufen M45, die Plejaden (auch Siebengestirn genannt) – im Sternbild Stier mit Reflexionsnebel

Das Regengestirn

Die Hyaden, auch Regengestirn genannt, sind ebenfalls ein offener Sternhaufen im Sternbild Stier. Er ist der uns am nächst gelegene dieser Art und etwa 150 Lichtjahre entfernt. Die mit dem Auge sichtbaren Sterne bilden das typische ‚V‘ des Stiers; sein Gesicht. Der orangefarbene Hauptstern, Aldebaran, gehört nicht zu dieser Gruppe; mit ca. 60 Lichtjahren Entfernung ist er ein Vordergrundstern.

Hyaden
Die Hyaden mit dem roten Riesenstern Aldebaran (links oben)
Sternbild Stier
Das ‚V‘ des Stiers – sein spitzes Gesicht gewissermaßen.

Krebsnebel Messier 1

Der Krebsnebel gehört wohl mit zu den spannendsten astronomischen Objekten am Winterhimmel. Es handelt sich dabei um einen ca. 6300 Lichtjahre entfernten Überrest einer Supernova-Explosion, die auch im Jahre 1054 von chinesischen Astronomen beobachtet werden konnte. Der Nebel ist bereits mit mittleren Fernrohren sichtbar; auf fotografischen Aufnahmen offenbart er eine sehr chaotische, filigrane Struktur. Seine Energie bezieht der Nebel aus einem schnell rotierenden Neutronenstern, einem Pulsar – eine fast atomkern-dicht gepackte, nur ca. 20 km im Durchmesser große schnell rotierende Kugel aus Neutronen, Protonen u.a. Elementarteilchen. Atomare Strukturen gibt es dort nicht mehr!

Ein Kubikzentimeter Materie eines solchen Neutronenstern besitzt eine Masse von sage und schreibe etwa 10 Millionen Tonnen.

Der Krebsnebel liegt an der östlichen Hornspitze in der Nähe von Stern ζ Tau (auch Tau Tien Kwan oder auch Alheka genannt).

Krebsnebel
Krebsnebel (M1) im Sternbild Stier, ein Supernova-Überrest. Entfernung: 6300 Lichtjahre.

2 Kommentare

Jörn Oellerich · 5. April 2020 um 16:21

Vielen Danke, dass mein Foto hier gezeigt wird. Bitte Schreibe meinen Namen: Oellerich <- genaus so. Danke und bleib gesund! Jörn

    Albire0 · 5. April 2020 um 17:58

    Schon erledigt, Jörn!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.