Für Euch vom Himmel geplückt!

Auch im Januar bietet der nördliche Sternenhimmel Astrofotografen und Hobbyastronomen viele imposante Objekte. Insbesondere die Region um das Sternbild Orion bleibt dabei hochinteressant:

Das Geheimnis Alnitaks

Der östliche Gürtelstern des Orions, Alnitak, befindet sich in einer Region mit vielen berühmten DeepSky-Objekten, die insbesondere astrofotografisch sehr gut zu erfassen sind. Direkt südöstlich angrenzend an Alnitak befindet sich der sog. Flammennebel. Westlich davon ragt der Pferdekopfnebel, ein Dunkelnebel, in eine leuchtende H-Alpha-Region hinein, wo er vor diesem Hintergrund sehr deutlich in Erscheinung tritt. Beide DeepSky-Objekte sind ca. 1500 Lichjahre von der Sonne entfernt und Teil eines gigantischen Sternentstehungsgebietes.

Ein unscheinbarer Einwanderer

Kugelsternhaufen Messier 79 sieht zunächst wenig spektakulär aus. Er steht weit südlich unterhalb des Sternbilds Hase. Im Gegensatz zu den anderen Kugelsternhaufen befindet er sich jedoch nicht im galaktischen Zentrum, sondern fast an der gegenüberliegenden Seite im Außenbereich unserer Milchstraße. Er ist der einzige Messier-Kugelsternhaufen des Winterhimmels. Erst kürzlich entdeckte man die Reste einer der sog. Canis Major – Zwerggalaxie, zu deren auch M79 gezählt wird. Er gehörte wohl ursprünglich zu dieser Galaxie, bevor sie von der Milchstraße aufgesogen wurde. Ein echer Einwanderer also!

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