Für Euch vom Himmel geplückt!

Im Dezember gibt es eine Fülle interessanter Objekte zu beobachten. Zwei ganz besondere Leckerbissen lassen sich bereits mit kleineren Teleskopen und Ferngläsern bewundern und sind auch für Astrofotografen begehrte Himmelstrophäen: Die Plejaden im Sternbild Stier und der Große Orionnebel im Sternbild Orion.

Die Sieben Schwestern

Im frühwinterlichen Nachthimmel geht das Sternbild Stier den östlich folgenden Wintersternbildern voran. Man kann es leicht ein seiner V-Form und an seinem hellen, rötlichen Aldebaran erkennen. Nordwestlich davon befindet sich ein mit bloßem Auge sichtbarer Sternhaufen – Messier 45. Er hat im Volksmund verschiedene Bezeichnungen: Plejaden, Siebengestirn, die Sieben Schwestern oder auch Atlantiaden. Die Entfernung zu dem mit 120 Millionen Jahren noch recht jungen Sternhaufen beträgt ca. 420 Lichtjahre.

Der Große Orionnebel

Mit ca. 1300 Lichtjahren wesentlich weiter entfernt ist der sog. Große Orionnebel im Sternbild Orion (Messier-Katalognummer M42). Er befindet sich in den Schwertsternen des Orions südlich unterhalb seiner Gürtelsterne. Betrachtet man ihn mit einem Fernglas oder mit Fernrohren, so gibt er immer neue Details frei. Was das menschliche Auge in einem Fernglas als grau-abgestuftes, flächiges Wölkchen erkennt, offenbart seine wahre Farbe erst bei fotografischen Aufnahmen: Ein Rot in ebenso abgestuften Intensitäten und vielen eingebetteten Strukturen. Der Orionnebel zählt zu den am besten untersuchten Sternengeburtsstätten in unserer kosmischen Nachbarschaft. Man hat in diesem Nebel sogar Sterne identifiziert, die von Staubbändern umschlungen werden. Es handelt sich dabei um werdende Planetensysteme in ihrer frühen Entstehungsphase!

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