Kometen sind – bis auf ganz wenige Ausnahmen – Teil unseres Sonnensystems. Sie bestehen zum größten Teil aus gefrorenem Wassereis, Gesteinsbrocken und Staub; eine Art kosmischer Schneeball. Die meisten von ihnen stammen aus den Außenbereichen unseres Sonnensystems. Im Gegensatz zu den annähernd kreisförmigen Planetenbahnen bewegen sich Kometen auf extrem elliptischen Bahnen um die Sonne; dadurch geraten sie auch sehr dicht an unser Zentralgestirn heran. Viele von ihnen überleben die Sonnenumrundung nicht und verdampfen in ihrer Gezeiten- und Hitzeglut; einige jedoch ziehen regelmäßig um die Sonne.

Kometen bilden bei ihrem Vorbeiflug um die Sonne nach außen weisende Staub- und Gasschweife aus, wenn aufgrund der gestiegenen Temperaturen ihre Oberflächen sich erwärmen und Material und Gase ablösen. Die mächtigsten Kometen lassen sich manchmal als beeindruckende Schweifobjekte mit bloßem Auge am Abendhimmel verfolgen. Die allermeisten sind jedoch zu klein und unscheinbar, um auf sich aufmerksam zu machen. Sie lassen sich nur durch lichtstarke Fernrohre erspähen oder auf Langzeitbelichtungen fotografisch erfassen.

Auch das Jahr 2013 war ein Jahr der Kometen. Es begann mit PanStarrs, der zwischen Februar und Juni beobachtbar war, im März und April größtenteils mit bloßem Auge und einen sichtbaren Schweif entwickelte. Aber auch die folgenden Jahre warteten zumindest mit imposanten Objekten für Fernglas und Fernrohr auf.

Im November und Dezember 2013 waren die Kometen Ison und Lovejoy direkt nach Sonnenuntergang am Abendhimmel zu sehen . Ison allerdings, der bereits als Jahrhunderkomet gehandelt wurde, überlebte die Sonnenumrundung – sein Perihel – nicht und löste sich Ende November 2013 in einer Staubwolke auf.

Im Janur 2015 stand ein weiterer Komet am Himmel, der zwar auch freiäuigig beobachtet werden kann aber besonders im Feldstecher und kleineren Fernrohren einen imposanten Eindruck liefert. Er besitzt die etwas sperrige Bezeichnung Lovejoy C/2014 Q2.

Alle Bilder (c) Frank Szemkus