Es kommt nicht allzu häufig vor, dass die inneren Planeten bei einer unteren Konjunktion (s. Kurstag Nr. 7!) von der Erde aus gesehen direkt auf der Sonnenscheibe vorbeiziehen. Doch am 11. November um 13:40 Uhr war es wieder soweit: Der sonneninnerste Planet Merkur schob sich von Ost nach West fast zentral über die Sonnenscheibe. Und die Stecknitz-Astronomen und ihre Gäste konnten dieses Ereignis auf dem Beobachtungsplatz bei Sierksrade trotz widriger Umstände festhalten.

Es gehörte schon eine große Portion Glück dazu, im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken, denn das Wetter spielte im Kreis Herzogtum Lauenburg nicht so richtig mit. Zwar war es am Morgen klar, doch zum Mittag kamen dichte Wolken, die die Sonne komplett verdeckten. Erst am frühen Nachmittag taten sich einige Wolkenlücken auf, und die Sonne blinzelte ab und zu hindurch. Genau auf diese Augenblicke haben es die Stecknitz-Astronomen abgesehen, um das Ereignis festzuhalten.

Das Wichtigste bei einer Ablichtung des Merkurtransits ist neben einem Teleskop mit mindestens 500 mm Brennweite eine möglichst scharf fokussierte Kamera. Denn Merkur erscheint bei einem Transit auf der Sonnenoberfläche nur als ein winziges Pünktchen. Aufgrund der Wetterlage musste das exakte Fokussieren der Sonne sehr schnell gehen, denn im nächsten Augenblick war die Sonne schon wieder hinter einer Wolke verschwunden.

Die Stecknitzastronomen und ihre Gäste konnten aber trotz alledem einige Fotos dem wolkenverhangenen Himmel abringen. Seht selbst!

Die Zeit zwischen den Wolkenlücken wurde natürlich genutzt – für Klönschnack bei heißem Punsch, Kaffee und Naschereien.

Wichtiger Hinweis:

Bitte NIEMALS ungeschützt mit einem Teleskop oder Fernglas in die Sonne blicken. Durch den Bündelungseffekt können auf der Netzhaut des Auges irreparable Schäden verursacht werden – bis hin zur völligen Erblindung.

Die Stecknitzastronomen verwenden als Schutz gegen die helle Sonneneinstrahlung spezielle Sonnenschutzfolien, die sicher vor den Objektiven der Teleskope angebracht werden. Sucher und Hilfsfernrohre sind aus Sicherheitsgründen abgebaut.